Auswahl der Workshops

Du findest hier zunächst eine Übersicht über die angebotenen Workshops. Am Ende der Seite kannst du dich dann bis zum 26.06.2022 dafür anmelden.

Freitag 16:00 – 18:30 Uhr (Online)

Bildungs/un/gerechtigkeit – woher wir kommen, wohin wir gehen

Was hat Bildung mit sozialer Herkunft zu tun? Kann unser Bildungssystem soziale Ungleichheit aushebeln? Im Workshop werden nach Ansätzen zur Erklärung von Bildungsungerechtigkeit suchen und darüber diskutieren, wie Ungleichheit oft auch heimlich weiter wirkt.

Ausbildung in der Krise – Katharina Horn

Mindestausbildungsvergütung: 585 € im ersten Lehrjahr. Die Zahl an Auszubildenden sinkt seit Jahren, die Bezahlung ist mies und wer nach dem Abitur eine Ausbildung anfängt, wird schief angeschaut. Das gesellschaftliche Ansehen von Ausbildungsberufen ist bei weitem nicht so hoch, wie bei akademischen Berufen. Doch: Muss das so sein? Müssen bald alle Menschen ein Studium anfangen und was haben Ausbildungen mit dem Ziel der Bildungsgerechtigkeit zu tun? In diesem Workshop wollen wir uns mit den Grundlagen des Dualen Ausbildungssystems, aktuellen Herausforderungen in Betrieben und Berufsschulen und möglichen Lösungsansätzen beschäftigen

Wenn ich groß bin, werde ich… Let‘s talk about Ausbildungspolitik

Was genau ist eine duale Ausbildung und was ist eine schulische Ausbildung? Wie ist das Ansehen von Ausbildungen und Ausbildungsberufen in der Gesellschaft? Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir in diesem Workshop nachgehen. Es handelt sich dabei um den Workshop, der auch beim Vorprogramm gehalten wurde. Wenn ihr den also schon gehört habt, müsst ihr ihn nicht nochmal besuchen.

Bildungsgerechtigkeit links zu Ende denken

In diesem Workshop schaffen wir ein Grundverständnis, wie Bildung und Kapitalismus zusammenhängen. Wir betrachten den aktuellen Zustand des Bildungssystems und finden heraus, wie das kapitalistische Wirtschaftssystem in die Bildungspolitik hineinwirkt. Darauf aufbauend wollen wir verstehen, warum Chancengerechtigkeit nicht ausreicht, sondern wir eine Veränderung des Arbeits- und Bildungssystems brauchen.

Soziale Ungerechtigkeit im Bildungssystem

Die Schule soll gleiche Chancen ermöglichen. Sie stärkt aber soziale Ungleichheiten. Durch sie werden Chancen damit die Arbeit je nach Herkunft, gender, race ungleich verteilt. Es kommt zur Stabilisierung von Machtverhältnissen und individueller Beschämung. Im Workshop sprechen wir über ungleiche Möglichkeiten und das falsche Versprechen, Bildung könnte dagegen aushelfen. Und darüber warum Schule und Bildung trotzdem wichtig sind, wenn es um politische Veränderung geht.

Lehren in turbulenten Zeiten – Zwischen inneren und äußeren Ansprüchen – Georg J. Haubner-Potocka

Wer sagt, was eine Lehrkraft leisten soll, warum und ist das gerechtfertigt? Welche Anforderungen setzen wir an uns, an Lernende, an „Leistungen“? Was ist Schule, und was sollte Schule nicht sein?
Diese philosophischen und reellen Fragen unserer Zeit wollen wir gemeinsam bearbeiten, indem wir nach Glaubenssätzen, versteckten und offenen Ansprüchen des Schulsystems und nach eigenen sowie gemeinsamen Visionen für Verbesserungen schauen.
Wir erschließen uns, was Lehren und Lernen in einem gesunden Umfeld bedeutet und inwiefern die Lehrkräfte, angehend wie praktizierend, vom Studium bis in das Klassenzimmer eine Rolle haben, und ob diese weit über die Schule hinaus aktiv und passive Tragweite haben kann, sollte und muss.
Unsere Erfahrungen und Ideen sollen hierbei in einem gemeinsamen Raum zwischen In und Output zum Wachsen eingeladen werden, damit wir demokratische, faire und ganzheitliche Prozesse gestalten können, die den Herausforderungen des hier und jetzt und einer Vision für die Zukunft einer gemeinsamen Welt gerecht werden können.

Sonntag 10:00 – 12:00 Uhr

Klassismus im Bildungssystem – Andreas Kemper

Das Bildungssystem trägt wesentlich dazu bei, Klassen zu reproduzieren, Menschen werden aufgrund ihrer sozialen Herkunft selektiert. Welche Strukturen, Netzwerke und Diskurse sind dafür verantwortlich, wie wirkt sich das aus und was kann getan werden?

Faschistische Avantgarde? – Student*innen und Nationalsozialismus – Tobias Eisch

Alljährlich ist in jeder bedeutenden und weniger bedeutenden Zeitung  die Rede vom studentischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Doch wieviel Wahres ist an diesem Bild einer  vermeintlich antifaschistischen akademischen Geschichte?

Der Blick auf die studentische Geschichte und die Ideologie der  Studenten im Vorfeld und während des Nationalsozialismus ist eine  Auseinandersetzung, der allzu oft aus dem Weg gegangen wird. Doch welchen Beitrag zum Nationalsozialismus haben  Studenten damals geleistet? Welche Rolle spielten dabei ASten,  studentische Verbindungen und der Nationalsozialistische Deutsche  Studentenbund? Diesen Fragen geht der Vortrag „Faschistische  Avantgarde? – Student*innen und Nationalsozialismus“ nach und blickt auch auf die aktuelle Situation in studentischen Vereinigungen.

Ausbildung 4.0 – Denn es geht um unser JETZT! – Svenja Thelen

Was machen Gewerkschaften eigentlich genau? Hast Du schon mal etwas vom Berufsbildungsgesetz (BBiG) gehört?

Und was hat es eigentlich mit der Ausbildungsgarantie auf sich?

Diese Fragen stellst Du dir? Dann lass sie uns doch in unserem Workshop gemeinsam erarbeiten.

Fächer waren gestern – Lernen durch Erleben – Nando Spicker

Mathe, Deutsch, Englisch – Fächer gehören zur heutigen Schule wie Jesus zur Bibel. Doch ist das wirklich sinnvoll? Was ist die Alternative und welche Vorteile könnte sie bieten? Wir möchten profitieren von guten und schlechten Erfahrungen erster Schulen, die bereits den mutigen Schritt zum sogenannten projektorientierten Lernen wagten. Mit dem nötigen Willen könnten ihnen bald viele weitere Schulen folgen und so das Schulsystem insgesamt revolutionieren.

Hochschulpolitik? Ja, aber richtig!

Hochschulen sind dominiert von alten Strukturen und nicht mehr zeitgemäßen Lehrinhalten. 
Lehren und Lernen muss neu gedacht werden. In Zeiten von Corona ist die fehlende Digitalisierung zu einem großen Problem geworden, die weiterhin angegangen werden muss. 
Ein Fortschritt muss sich aber auch in den Inhalten der Lehre und in den Strukturen wiederspiegeln.
Dafür braucht es progressive, grüne Hochschulpolitik.
Es braucht in bayrischen Universitäten endlich echte Mitbestimmung in Form der Verfassten Studierendenschaften. 

Über all diese Probleme möchte wir sprechen und euch grundlegende Eiblicke in das bayrische Hochschulsystem geben!

Die Inklusionslüge – Ein kapitalismuskritischer Blick auf Behinderung in Schule und Gesellschaft – Katharina Sparrer

Wie steht es um die Inklusion von Schüler*innen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten an Bayerns Schulen? Welche Dinge müssen passieren, damit wir endlich in einer inklusiven Gesellschaft leben? Funktioniert Inklusion in unserer Leistungsgesellschaft und welchen Stellenwert hat Teilhabe eigentlich im kapitalistischen System?
Diese Fragen hast du dir auch schon gestellt? Dann komm zum Workshop und wir finden gemeinsam Antworten auf diese uns weitere Fragen!